BBC-Bericht von Nick Thorpe

Nick Thorpe von der BBC stellt die Frage: „Are Hungary´s reforms a step too far?“ und berichtet über ein Gespräch mit Ministerpräsident Viktor Orbán:

http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-16549259

 

 

32 Kommentare zu “BBC-Bericht von Nick Thorpe

  1. Woher kommt diese frische Luft, die ich spüre? Was ist hier so anders?

    Ach so. Es ist kein deutscher Bericht. Sondern fundiert, witzig, nachdenklich, fair.

    Wir unterhielten uns mit Nick einmal über den Ton in den deutschen Medien zu diesem Thema. Er hatte den Verdacht, es sei Überkompensation wegen der Nazivergangenheit. Besonders aufgeregt Nazis jagen, auch wo keine sind, um ganz klar zu zeigen das man selbst ganz anders ist.

    • Was die deutschen Medien betrifft, hat Andreas Oplatka dasselbe gesagt. Es lebt sich offenbar leichter, wenn man die Gespenster der eigenen Vergangenheit bei anderen ebenso zu finden glaubt. Es beruhigt mich, dass die Ausländer – hier: Briten – das erkennen.

      Und noch etwas: Anders als die Deutschen, die während des Kommunismus zahllose Presseschreiberlinge hatten, die die DDR und andere Ostblockländer schönfärbten, hatten die Briten diesen Drang nie. Sie haben sich, dann konsequent, auch nach 1989 an Karl-Eduard von Schnitzler eben kein Beispiel genommen. Was man von deutschen und österreichischen Berichterstattern nicht immer behaupten kann.

      Ich halte (ohne gleichsetzen zu wollen!) fest: Nazideutschland war eine Diktatur. Die DDR war eine Diktatur. Kádár-Ungarn war eine Diktatur. Ungarn ist im Jahr 2011 eine Demokratie. Wäre schön, wenn man sich darauf einigen könnte.

  2. Ungarn mag eine Demokratie sein, aber wenn ich die Bilder von Gardisten sehe, die die Straßen aufmaschieren und Fahnen verbrennen, stelle ich mir schon die Frage, wie lange noch?

  3. Cordi, es ist ja nicht nur die Garde, die zeigt wohin es geht. Obwohl doch V.O. einmal von den zwei Ohrfeigen gesprochen hat, mit denen er diese Milizen auflösen wird.
    Fidesz Kommunalpolitiker lassen einen bewährten international anerkannten Antisemiten wie Csurka bei einer Veranstaltung in Szeged reden und dieser sagt laut Übersetzung von pusztaranger: „„Wir sind hier, um die Regierung (…) zu stärken, Ministerpräsident Viktor Orbán, und seine engsten Kampfgefährten“. Wichtigstes Ziel der Gegner sei es, „Ungarn in fremde Hände (Anm.: Antisemitischer Code) zu geben. „Europas Problem sind nicht die finanziellen-wirtschaftlichen Fragen, sondern die neue Verfassung, der Staatsbürgerschaft für Auslandsungarn, also damit, dass die derzeitige Regierung das Land in den Händen der Magyaren halten will.“ (…) „Unsere Feinde (sic) haben das Problem, dass Ungarn magyarisch und christlich sein will. Ihr müßt wissen, worauf dieses Spiel hinausläuft, und wir dürfen auch keine Angst haben, diejenigen zu benennen, die dermaßen fähig sind, das Vaterland zu verraten. Was sie aufhalten kann (wörtlich: was ihnen im Weg ist), ist der Glaube, die christliche Moral, die Heilige Krone, und „Gott segne den Magyaren“ (Hymne)!“ (szegedma.hu)“

    Und da gibt es Leute, die glauben M.Marsovszky und mich kritisieren zu müssen, weil wir Fidesz als völkisch und Jobbik als nationalsozialistisch werten.

  4. Auch linksextreme Demonstranten verbrennen europaweit EU-, USA- und Israelfahnen. Solange weder diese noch Jobbik-Leute politische Entscheidungsträger werden, geht das Abendland nicht unter. Herr Pfeifer, ich fürchte, dass wir das in einer Demokratie verurteilen sollten, aber gleichzeitig auch ertragen müssen.
    Thorpe’s Artikel ist in der Tat erfrischend anders; mag sein, dass es daran liegt, dass Briten (mit Ausnahme Nordirlands) seit Cromwell keine Diktatur mehr hatten und mit ihrer Vergangenheit im Reinen sind – sonst wären sie auch nicht so traditionsbewusst.
    Dennoch ist mir die Orbán-Kritik im Artikel doch ein wenig zu subtil formuliert: Ich hätte womöglich stärker ausgesprochen, dass Orbán -so wie in seinem Interview 2010- Stehsätze formuliert hat, deren Glaubwürdigkeit hinterfragenswert ist. Überhaupt liest es sich etwas so, dass dem Autor gegen Ende des Artikels ein wenig die Luft ausgegangen ist. Sprich: Zu viel Einleitung, zu viel Vergangenheit, zu wenig Gegenwart.
    Lieber HV, hinsichtlich der NS-/Kommismus-Diktaturanalyse bin ich anderer Meinung. Nach den jüngsten geschichtswissenschaftlichen Erkenntnissen (vgl Snyder, Bloodlands, 2011, Beck-Verlag), wäre Hitler nicht nur ohne Stalin gar nicht an die Macht gekommen, er hat auch die Vernichtungsmethoden, die er ursprünglich nicht gekannt hat, von Stalin kopiert und perfektioniert.
    Die Nazis haben von ihrer 12jährigen Herrschaft 6-7 Jahre (je nachdem, wie man die Opfer Tschechoslowakei und Österreichs wertet) im Krieg verbracht- kommunistischere Staten können eine viel längere Friedenszeit aufweisen. Daher findet man mE immer auch versöhnlichere Punkte an einer Diktatur, die sich länger halten konnte, weil natürlich auch in einer Diktatur etwas weiter geht (sei es Infrastruktur, Soziales oÄ); weil sich die davon betroffenen Menschen an sie gewöhnen; weil sie die Diktatur auf vergangenenheitsromantische Weise beschönigen; oder weil die Diktatur noch nicht lange genug zurück liegt. Die Aufarbeitung des NS-Regimes hat ja eigentlich auch erst ab den 70er Jahren, also mindestens 25 Jahre nach 1945 eingesetzt.

  5. Corvinus ich habe nicht vom Untergang des Abendlandes gesprochen. Aber es gibt einen Unterschied zwischen irgendwelchen links- oder rechtsextremistischen Menschen und zwischen Abgeordneten eines Parlaments.
    Sie irren sich gewaltig was die Aufarbeitung des NS-Regimes betrifft, es gab sofort nach dem Krieg ein internationales Strafgericht. In Österreich gab es Volksgerichte, die auch die Todesstrafe verhängten. Was Sie meinen, ist die Stimmungslage der Bevölkerung und das ist was anderes als ein Justizapparat.
    Anders ging man mit der Vergangenheit in Spanien um.
    Wenn aber einseitig behauptet wird, unsere Kommunisten a.D. sind die guten geläuterten, die anderen die bösen, dann kann das zum Problem werden.

  6. Sehr geehrter Herr Pfeifer, haben Sie das auch der Partei „Die Linke“ einmal erklärt:
    http://www.dielinke-bremen.de/nc/politik/aktuell/detail/zurueck/detail-3/artikel/grosse-palaestina-demonstration-vom-bahnhof-zum-marktplatz/
    Sie haben einen sehr guten Punkt angesprochen: Die Verantwortlichen der Diktatur in Ungarn wurden 1990 oder später nie zur Verantwortung gezogen, obwohl Blut an ihren Fingern klebt.
    Natürlich gab es nach dem 2. WK ein Verbotsgesetz, dass auch von Gerichten angewendet wurde. Paradoxer Weise brauchte es aber eine pragmatische SPÖ-Regierung, welche in den 70ern die (drakonischen) Strafausmaße reduziert (!) hat, um eine tatsächliche Anwendung des Verbotsgesetzes überhaupt zu ermöglichen. Ich meinte also nicht bloß die Stimmungslage sondern die faktische, juristische Aufarbeitung der Vergangenheit.
    Im Übrigen halte ich es für sehr gut, dass ehemalige KP-Mitglieder, egal welcher politischen Bewegung sie sich im Späteren anschließen (zB eben Schmitt bei Fidesz), sich für eine derartige Mitgliedschaft rechtfertigen müssen. Wir reden ja nicht von der Mitgliedschaft bei den Jungpionieren, sondern bei einer staatsterroristischen, kriminellen Organisation, deren Ortsvorsitzende bereits über Weisungsbefugnisse (!) ggü dem Geheimdienst verfügten.

  7. Corvinus, da ich kein Ungar bin, viermal wegen meiner journalistischen Tätigkeit aus der VR Ungarn zwischen 1980 und 1987 ausgewiesen wurde, glaube ich die Sache ziemlich objektiv zu sehen.
    Wie in Spanien, wo also wesentlich mehr Verbrechen geschahen nach und vor dem Sieg der Falange 1939 (Massenerschiessungen z.B.) als in Ungarn der Kádárzeit waren die gesellschaftlichen Kräfte in Ungarn von MDF und bis Fidesz nach der Wende entschlossen keine Prozesse durchzuführen.
    Man hätte seit der Wende Zeit gehabt, Täter zu bestrafen. Das wurde versäumt, wenn jetzt eine Regierung die MSZP als verbrecherisch versucht zu brandmarken, so ist das absurd. Von den acht Ministern dieser Regierung waren drei Mitglieder von MSZMP. Martonyi ist sogar im letzten Augenblick beigetreten.
    Also müssen wir uns überlegen, war schon eine Zugehörigkeit zur MSZMP ein Verbrechen oder nicht. Ich glaube, eine solche pauschale Verurteilung wäre eine Katastrophe für Ungarn. Die Täter kann man ja noch immer bestrafen, so weit ihre Taten nicht verjährt sind. Dazu muss man keine Sondergesetze erlassen.

  8. Ich halte nichts von Pauschalverurteilungen, aber sehr viel von einer Beweislastumkehr: Jedes MSzMP-Mitglied (also auch Schmitt und Martonyi) soll sich rechtfertigen, warum sie beigetreten sind und was sie dort verloren hatten.
    Es ist ausgesprochen zynisch, mit der strafrechtlichen Verfolgung von kommunistischen Verbrechern zu argumentieren, wenn bei der Nazi-Aufarbeitung Verjährungen gesetzlich unterbunden wurden, in Ungarn jedoch verunmöglicht wurden (Vgl das Zétényi–Takács Gesetz, das von Sólyom „gehoben“ wurde).
    Ich will nicht sagen, dass es verfassungsrechtlich unzulässig war, diese Gesetze zu kassieren, denn Deutschland und seine Verfassungsrichten haben mit der DDR-Aufarbeitung die selben Fehler begannen. Meine Kritik daran befindet sich auf der Meta-Ebene dieser Diskussion: Wie kann eine Demokratie per definitionem die Gräueltaten einer Diktatur aufarbeiten?
    Grds ist dies mit verkraftbaren Ausnahmebestimmungen für die Demokratie möglich – das hat man mit der ersten Aufarbeitung der NS-Zeit bewiesen. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs war es halt bei dieser Diktatur einfach nicht mehr poltisch gewünscht.
    Ich empfehlen Ihnen in diesem Zusammenhang im Übrigen ein Werk des Grünen Hubertus Knabe: Die Täter sind unter uns. Über das Schönreden der SED-Diktatur, 2007.

  9. Nein Corvinus, da gehen unsere Meinungen auseinander. Nur in Diktaturen muß man seine Unschuld beweisen. Im Rechtsstaat gilt die Unschuldsvermutung.
    In der BRD wurde nach der Einigung die Justiz eingesetzt, um Täter zu bestrafen. Das könnte als Beispiel dienen.

  10. Die Nürnberger Prozesse hatten ein richtiges Strafrecht zur Grundlage, das allerdings erst nach 1945 geschaffen wurde. Geurteilt wurde von jeweils zwei Richtern je Siegermacht. Die NS-Verbrecher wurden fast ausnahmslos getötet. Aufsehern in Konzentrationslagern, die Befehlsempfänger waren, wurde zurecht auch der Prozess gemacht. Das wird bis heute gemacht (Vgl Causa Demjanjuk) Alle belasteten Nazis wurden für die ersten Jahre aus der Politik ausgeschlossen.

    Nach der Wiedervereinigung mussten die Angeklagten nach dem früheren BRD- und DDR-Strafrecht schuldig sein (Meistbegünstigungsprinzip), um somit dem strafrechtlichen Rückwirkungsverbot Genüge zu tun. Honecker wurde nie verurteilt. Mielke wurde nicht als MfS-Minister sondern als zweifacher Mörder aus 1930 verurteilt. Keßler saß 5 Jahre. „Von Schni“ wurde nie der Prozess gemacht. Krenz wurde der Wahlfälschung freigesprochen, sonst ist er nur 3,5 Jahre eingesessen. Schabowski saß ein Jahr lang im Gefängnis. Mauerschützen, die wie die KZ-Aufseher Befehlsempfänger waren, erhielten zwei Jahre Freiheitsstrafe auf Bewährung. Im Bundestag und va in den ostdeutschen Landtagen sitzen unbehelligt SED und Stasi-Mitarbeiter, weil ihnen nie ein Politik-Berufsverbot zuteil wurde.

    Unschuldsvermutung, Rückwirkungsverbot, unabhängige Justiz etc spielen in der gleichen Liga. Ich bleibe dabei: Zur Aufarbeitung einer Schreckensherrschaft ist es zulässig, vorübergehende, geringfügigere Abspriche von den Grundrechten in Kauf zu nehmen.

    Ich hoffe Sie sehen die Doppelmoral, die zwischen ns- und kommunistischer Vergangenheitsbewältigung liegt. Und dabei haben wir noch gar nicht darüber geredet, dass die Abbildung von Hakenkreuzen verboten ist, nicht jedoch die Abbildung von Fasces bzw Hammer und Sichel. Auch reden könnte man über die unterschiedliche Restitution der Opfer des linken und rechten Terrors.

  11. Corvinus, immerhin, wurden einige führende Politiker der DDR vor ein Gericht gebracht.
    In Ungarn hat man den „spanischen“ Weg bevorzugt. Und Fidesz hat da begeistert mitgemacht.
    Im Gegensatz zu Deutschland, ist es in Ungarn nicht einfach, an die III/III Papiere heranzukommen. Ich habe auch nur ein Bruchteil erhalten.

    Die NS-Herrschaft führte einen Völkermord mit zum Teil industriellen Mittel durch. Ohne die Rote Armee wäre es unmöglich gewesen die Nazibarbarei zu besiegen. Und ohne die Rote Armee würden noch immer die Pfeilkreuzler in Ungarn regieren.
    In Österreich haben wir Hammer und Sichel in unserem Wappen. Und die KPÖ gehört zu den drei Parteien, welche die österreichische Unabhängigkeitserklärung am 27.4.1945 unterzeichnet haben. Seit 1959 ist diese Partei nicht mehr im Parlament vertreten.
    In Ungarn gibt es uniformierte Milizen, die mit Armbändern marschieren, mit einem Logo das einem Pfeilkreuz ähnelt.
    Der rote fünfzackige Stern aber ist verboten. So dass einer der gerade aus den USA kommt und eine Tragtasche von Macy mitführt bestraft werden kann, weil darauf ein roter fünfzackiger Stern abgebildet ist. Das Menschenrechtsgericht in Straßburg, hat bereits in dieser Sache ein Urteil gefällt.

  12. Herr Pfeifer, ich empfehle Ihnen echt die Lektüre von Snyders Bloodlands.
    Ohne die Sowjetunion und ihre Rote Armee und ihren NKWD hätte Hitler nie die industrielle Tötung von Menschen gelernt und perfektioniert. Hitler und Stalin haben auf dem Gebiet Polens, Weißrusslands und der Ukraine innerhalb von 15 Jahren zusammen über 14 Millionen Polen, Juden, Weißrussen und Ukrainer getötet.

    Erkundigen Sie sich auch nach der Geschichte des Seligen Bischofs Vilmos Apor, der von Sowjetsoldaten erschossen wurde, weil er sie daran gehindert hat, ungarische Frauen zu vergewaltigen. Das ist ein ganz symptomatisches Beispiel! Die Ungarn kamen nach den Pfeilkreuzlern „vom Regen in die Traufe“.

    Ich glaube nicht, dass sie es tolerieren würden, wenn ich sagen würde: naja, „immerhin wurden Göring, Ribbentrop, Scheiß-Inquart, Schirach & Co vor ein Gericht gebracht und zu 1-3 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.“

    Viele naive Entscheidungen von 1989/1990 haben sich -auch hinsichtlich der Wiedervereinigung in Deutschland- als Irrwege herausgestellt. Das ist ja eines der Themen, das die Ungarn (abder auch die Ostdeutschen) bewegt. Sie sagen mehrheitlich, dass die gute „Wende“ auf die schiefe Bahn geraten ist.

    Die Pfeilkreuze sind in Ungarn ebenso verboten wie der Fasces und der Sowjetstern. Das Macy’s Beispiel oder das Heinekenbeispiel ist steinalt und wird durch ständige Wiederholung nicht richtiger: Derartige rote, fünfzackige Sterne sind vom Schutzzweck des Strafgesetzes ebenso wenig erfasst wie linke/rechte Staatssymbole anderer, bestehender Staaten.

    Österreich wäre gut beraten, den Hammer und den Sichel aus seinem (im Übrigen: hässlichen) Wappen zu entfernen (ich kenne niemanden, der es schön findet). Und Österreich könnte natürlich auch die Verwendung von Hammer/Sichel und Sowjetstern verbieten –> Man muss ja keine zweite Diktatur durchleben, um auch die Verherrlichung dieser Diktaturen zu verbieten.

  13. @corvinus

    So langsam wird es unerträglich. Dieser Unsinn von Stalin als Vorbild und Motivation des Holocaustes wurde in Deutschland schon während des sogenannten „Historikerstreits“ der 1980er Jahre verhandelt und dorthin verbracht, wo es hingehört: in die Rubrik historischer Mythen. Es schmälert die Monstrosität der stalinistischen Verbrechen keinesfalls, wenn man feststellt, dass Hitler seine Vernichtungspläne ganz unabhängig von irgendwelchen Vorbildern verfolgte. Die ideologische und organisatorische Entwicklung des Holocaustes ist komplex, aber der kausale Nexus mit den stalinistischen Verbrechen ohne jeden glaubhaften historischen Nachweis. Soviel dazu.

    Und was das Abweichen von Rechtsstaatlichkeit im Namen historischer Gerechtigkeit angeht: Wer mag sich denn dazu aufschwingen festzustellen, was „gerecht“ ist? Die Debatte über die Zétény/Takacs-Gesetze ist ja eine viel konkretere: durfte man die Verjährung aussetzen, oder nicht? Man durfte, stellte das Verfassungsgericht am Ende fest, wenn es sich um völkerrechtlich relevante Verbrechen handelte. Dass es kaum zu Verurteilungen gekommen ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber was Sie fordern, hat zur Konsequenz, dass Ihnen alle recht-moralischen Maßstäbe verlorengehen. Das selbe können dann auch Ihre Politischen Gegner sagen, wenn diese an die Macht kommen. Viel Vergnügen.

    • Ich glaube schon, dass es zumindest eine Parallelität gibt, die Entheiligung des Lebens durch atheistische „Ersatzreligionen“.

      Nicht kausal von kopierte der eine den anderen – beide waren in diesem Sinne gleichen Geistes. Ob man eine Rasse ausrotten will, oder eine soziale Klasse das ist für mich grundsätzlich geistesverwandt.

  14. HV natürlich wissen Sie es besser. Horthy hat über Hunderttausend schlecht ausgerüstete und schlecht ausgebildete Soldaten in den sicheren Tod geschickt (darüber schweigen die verschiedenen Horthyapologeten), er hat stümperhaft versucht aus dem Verbrechen auszusteigen, wurde durch einen Pfeilkreuzlerputsch an der weiteren Machausübung gehindert. Und Fakt ist nicht der sich auf eine kleine Minderheit von Ungarn beschränkende Widerstand hat die Pfeilkreuzler weggefegt, sondern die Rote Armee.
    Übrigens für viele Ungarn beginnt die Geschichte damit, dass sowjetische Soldaten ungarische Frauen vergewaltigt haben. Was ungarische Soldaten über tausend Kilometer fern von ihrer Heimat vorher in der Sowjetunion angerichtet haben, daran wollen sie sich nicht erinnern.
    In Österreich war es auch die Rote Armee, die den größten Anteil an der Befreiung von der Barbarei hatte.
    Natürlich ist das „noch immer“ eine Übertreibung. Aber wenn ich merke, wie Milizen in Ungarn mit einem Logo auf dem Armband, das dem Pfeilkreuz ähnlich sieht ungehindert von der Staatsmacht (und das war untert Gyurcsány und Bajnai auch nicht besser) marschieren, dann kann ich diese Hypothese nicht ganz ausschliessen.

  15. Herr Boulanger, ausnahmsweise muss ich jetzt nolens volens zwei Mal österreichisch werden:
    1. http://derstandard.at/1318726070954/Hitler-und-Stalin-Man-soll-alle-Verbrechen-betrachten sowie http://news.orf.at/stories/2085106/2084981/
    2. „Lernen’s Geschichte, Herr Boulanger“
    Ich weiß, Herr Boulanger, dass Sie Verfassungsrechtler sind und respektiere Ihren approach durchaus. Aber ich verlange nicht mehr (jedoch auch nicht weniger), als die Vornahme der gleichen rechtsstaatswidrigen Maßnahmen zur Aufarbeitung der 2. deutschen Diktatur, wie dies zurecht bei der 1. deutschen Diktatur der Fall war. Man muss nicht bei einer Siegerjustizdiskussion landen, um festzustellen, dass ein Rechtsstaat im Grunde genommen sehr untaulich ist, Abläufe in einem Unrechtsstaat zu ahnden.
    Oder anders gefragt: Warum regen Sie sich eigentlich nicht auf, dass im Zuge der Nürnberger Prozesse ein Hauptangeklagter (Bormann) in Abwesenheit (!) zum Tode verurteilt wurde, obwohl er bereits tot war? Halten Sie das etwa für rechtsstaatlich? Wenn ja, warum machen wir dann sowas nicht bei den DDR-Verbrechern? Wenn nein, warum kritisieren Sie das nicht?
    Herr Pfeifer, ich denke der Stein des Anstoßes liegt im Ausdruck „Befreiung“, der äußerst positiv besetzt ist. Angesichts dessen, dass die Rote Armee Ungarn 45 Jahre lang besetzt hielt und angesichts der von ihr verursachten Barbarei sollten andere Worte gewählt werden.
    Natürlich finden sich auch historische Beispiele für derartige Euphemismen – die Römer benutzten den Ausdruck pacare („Frieden bringen“), wenn sie Krieg führten. Aber immerhin brachten diese damit den „befriedeten“ Gebieten Europas Zivilisation und Fortschritt. Das kann man von den Sowjetsoldaten, die ja sogar Zivilisation, Ressourcen und Infrastruktur aus Ungarn abzogen, bei Gott nicht behaupten.
    Ich plädiere also eher für die Bezeichnung „Besiegung“ der Pfeilkreuzler/Nazis. „Befreiung“ sollte nur in Hinblick auf die in KZ’s internierten oder sonst politisch verfolgten Menschen gebraucht werden.

    • Lieber Corvinus,

      danke für die sachliche Entgegnung auf meine doch etwas heftig formulierten Kommentar. In der Sache jedenfalls fühle ich mich von den von Ihnen angeführten Links bestätigt. Herr Snyder kann, wie der zitierte Jörg Barbarowski es ja ausführt, nicht zeigen, in wie weit Hitler von Stalin gelernt oder von ihm zum Holocaust motiviert wurde. Das sind alles Hypothesen ohne jeden soliden historischen Nachweis. Hitlers Antisemitismus ist viel älter als die stalinistischen Verbrechen und diese würden vielleicht Massaker an sowjetischen Kommissaren erklären, aber nicht die industrielle Vernichtung der einfachen Bevölkerung. Was Herr Snyder da aufwärmt, ist doch kalter Kaffee. Sich gegen Habermas aus dem Historikerstreit in Stellung zu bringen – wirklich geschenkt. Der Historikerstreit hatte aus Sicht der professionellen Historiker vor alllem das Ergebnis, dass die Thesen Noltes (der über einen kausalen Nexus zwischen Stalin und dem Holocaust fabulierte) substanzlos waren. Ansonsten redeten Habermas und die Historiker an einander vorbei.

      Wenn es darum geht, wer nun schlimmer war, Stalin oder Hitler, diese Diskussion halte ich für vollkommen überflüssig. Was soll diese Aufrechnerei, und vor allem: wem soll sie dienen? Und: was hat der ukrainische „Holodomor“ mit 1956 zu tun? Es handelt sich bei allen Verbrechen, ob Nazis, Stalin, Kádár oder Honecker, um jeweils sehr verschiedene Ereignisse und Prozesse. Warum soll ich etwas zu den Nürnberger Prozessen sagen? Soll ich auch die südafrikanische Wahrheitskommission hier bewerten oder die Verbrechen der englischen Siedler an den nordamerikanischen Ureinwohnern? Wir reden hier über die Ereignisse in Ungarn und im Speziellen nach 1990. Und man kann darüber diskutieren, ob die Entscheidungen des Verfassungsgerichts gut oder schlecht waren, und darüber, was Rechtsstaatlichkeit genau bedeutet, oder darüber, was hinter diesen Entscheidungen stand.

      Dass der „Rechtsstaat“ untauglich sei, die Abläufe in einem Unrechtsstaat zu ahnden, will mir jedenfalls nicht einleuchten. Wenn Sie von „ahnden“ sprechen, meinen sie „rächen“? Denn jede Form von Aufarbeitung, die gerichtförmig stattfindet, muss rechtsstaatlich sein, ansonsten landen wir bei Schauprozessen und Lynchjustiz. Oder nicht?

  16. ist die mangelnde aufarbeitungsbereitschaft in ungarn nicht auch darauf zurückzuführen, dass ein sich-sicher-fühlen sich nur schwer einzustellen vermag – evtl nicht zuletzt ob der fast irrationalen angst vor (erneuter) bevormundung?

    erleben stets wechselhafter umstände verleiht kein vertrauen in bleibendes.

  17. Christian Boulanger, danke für Ihre aufklärenden Aussagen
    Es ist ja auch der rassistische Antisemitismus in Ungarn älter oder gleichaltrig mit Hitlers Antisemitismus. Einer der hauptsächlichen Ideologen dieses Antisemitismus wird im heutigen Ungarn von der katholischen Kirche, aber auch von Protestanten, die zur Fidesz gehören hoch geeehrt. Es handelt sich um Bischof Ottokjár Prohászka, Sohn eines Tschechen und einer Deutschen, der erst als Jugendlicher Ungarisch lernte und zum ungarischen Chauvinisten und Antisemiten mutierte und bereits 1920 im Hamburger „deutschvölkischen Verlag Hammerschläge“ seine „Die Judenfrage in Ungarn“ publizierte. Er schrieb u.a. von der „B l u t v e r m i s c h u n g, die das rassenfremde Judentum mit dem Ungarntum vermischen“, Die Broschüre des katholischen Bischofs ist am Titelblatt mit einem Hakenkreuz verziert.

    Über den Prohászka-Kult in Ungarn:Jungle World 23. Dezember 2008
    Hier nur ein Auszug

    „Zu einem weiteren Eklat kam es Anfang Oktober. Da hielt der stellvertretende Sprecher des ungarischen Parlaments, Sándor Lezsák von der konservativen Oppositionspartei Fidesz, eine Rede bei der Enthüllung einer Statue des 1927 ver­storbenen katholischen Bischofs Ottokár Pro­hászka und verteidigte ihn gegen den »geistigen Terror«, der in Ungarn derzeit angeblich herrscht. Der antisemitische Ideologe Prohászka war nach dem Ersten Weltkrieg unter anderem einer der Initiatoren des Numerus-Clausus-Gesetzes, das die Anzahl der Juden an den Universitäten einschränkte und damit die Emanzipation der Juden zum Teil aufhob. Mit dem Gesetz habe Prohászka nur »die kosmopolitisch-parasitäre Schicht« zurückdrängen wollen, erklärte Lezsák nun.“

    http://jungle-world.com/artikel/2008/52/32357.html

  18. Kullancs, danke für den link.
    ich habe keine Probleme damit, ich bin erst auf K.Ungváry aufmerksam geworden, als er entdeckte, dass in der ersten Wehrmachtausstellung einige Bilder nicht korrekt mit den dazugehörenden Text gezeigt wurden.

    Ich habe Prohászka nicht beschudligt für den Weissen Terror verantwortlich zu sein. Ich zeige nur auf, dass sein rassistischer Antisemitismus von einigen führenden Fideszpolitikern im 21. Jahrhundert verharmlost wi rd. Dass Lezsák dabei implizit antisemitisch argumentiert zeigt, wohin er gesunken ist.
    Prohászka kann nicht dafür verantwortlich gemacht werden, was nach seinem Tod geschah. Aber man kann auch nicht verstehen, was in Ungarn 1938 – 1945 geschehen ist, ohne diese Vorgeschichte zu kennen.
    Die gegenwärtige konsequente Geschichtsfälschung in Ungarn ist in erster Linie für Ungarn gefährlich.
    Gerade wird in Ungarn ein Prozess gegen vermutete Serienmörder von Roma geführt. Und im ATV wurde ein Gespräch mit dem ungarischen Journalisten András Vágvölgyi gezeigt, der als einziger nachhaltig über diesen Prozeß in ES berichtet.
    In Österreich war das Gericht voll mit Journalisten als man Franz Fuchs , der in Oberwart (Felsöör) vier Roma ermordete, vor Gericht stellte.
    Diese Gleichgültigkeit gegenüber mörderischen Rassismus und aufmarschierende neopfeilkreuzlerische Milizen können schon Angst machen.

    i

  19. Werter Herr Pfeifer,
    bezüglich der „braunen Brühe“ gehe ich mit Ihnen durchaus konform.
    Allerdings triften hier
    „Die gegenwärtige konsequente Geschichtsfälschung in Ungarn ist in erster Linie für Ungarn gefährlich“
    unsere Meinungen wohl sehr auseinander.
    Ist es immer Geschichtsfälschung?
    Verhält es sich hier nicht so wie meistens, dass man selbst im Hinblick auf die Geschichte nicht aufeinander zugehen will???
    Keiner sollte Dinge aus der Vergangenheit beschönigen, negieren oder „retuschieren“ das gilt für Alle.
    Ich weiß ganz sicher wovon ich schreibe,war unsere Familie selbst stark davon betroffen.Nur wer will sich im Internet, wo jeder mitlesen kann schon „nackt machen?

  20. Kulancs, punkto Geschichte kann man nicht aufeinander zugehen. Da gibt es seriöse Geschichtswissenschaft und es gibt Geschichtsfälschung. Ich bin nicht Anhänger der postmodernistischen Richtung, wonach es keine konkrete Geschichte gibt, sondern nur Narrativen.
    Was erwarten Sie beim aufeinander zugehen? Meinen Sie, dass Überlebende von Auschwitz auf Jobbikanhänger zugehen sollten?
    Es gibt da Tatsachen, die man nicht fälschen soll. Beispiele habe ich in der Vergangenheit hier gegeben.
    Natürlich ist die jetzige Geschichtsfälschung in erster Linie für Ungarn gefährlich. Wir konnten in Österreich diesbezüglich Erfahrungen sammeln.
    Wenn also an den ungarischen Hochschulen viele Rechtsextremisten studieren, dann wird das Konsequenzen haben. Unter den 176 Jobbik Kandidaten bei den letzten Wahlen waren wenn ich mich richtig erinnere 15 Historiker oder Studenten der Geschichte. Wie werden rechtsextremistische Geschichtslehrer die ungarische Geschichte lehren?

    • hier würde ich gerne eine frage nach dem volkserziehungsgesetz (köznevelési törvény), falls es schon konkretes zu berichten gibt, stellen. wäre das nicht einen extra beitrag wert?

      http://www.kormany.hu/hu/nemzeti-eroforras-miniszterium/oktatasert-felelos-allamtitkarsag/hirek/pentektol-nyilvanos-a-koznevelesi-torveny-koncepcioja

      zitat vo:

      Klicke, um auf tusvanyos1.pdf zuzugreifen

      „Daher empfinde ich es nicht als Übertreibung zu behaupten, dass diese raschen und tiefgreifenden Veränderungen in der Tat einen Abschnitt in einer völlig neuen weltpolitischen und wirtschaftspolitischen Ära bedeuten….Ich denke daher, dass wir am Ende der westlichen Konsum- und Wohlstandsgesellschaft angelangt sind. Von nichts Geringerem ist hier die Rede als dass die Welt, in deren Werterahmen wir bislang unsere Leben gelebt haben, alle die Worte, die Gesetze, Schriften, mit denen wir diese Welt beschreiben, die uns umgibt, langsam aber sicher ihre Bedeutung verlieren, vielmehr die Wohlstandsgesellschaft genannten Konsumgesellschaften im Westen am Ende sind….Denken Sie daran, wenn wir über die Umwandlung, Erneuerung und Neustrukturierung Ungarns sprechen, wenn wir aus dem Verständnis der Zusammenhänge der hier beschrieben Zeitenwende die Aufgaben ableiten, dann bitten wir die Menschen tatsächlich darum, beeinflussen wir sie dahingehend, dass sie ihre persönlichen und familiären Lebensstrategien ändern sollen….“

      was darf ich, was dürfen andere noch erwarten?

      und wie schätzt die hier versammelte schreiberschaft diese worte ein?

    • *Was erwarten Sie beim aufeinander Zugehen? Meinen Sie, dass Überlebende von Auschwitz auf Jobbikanhänger zugehen sollten?
      Es gibt da Tatsachen, die man nicht fälschen soll.*
      Genau, soweit kann ich mich Ihree Aussage anschließen.
      Geschichte kann man nicht umschreiben.Selbst wenn man versucht es in den Nebel der Vergangenheit zu hüllen… irgendwann kommt alles ans Tageslicht. (Mit alles meine ich wirklich Alles, ob´s einen nun passt oder nicht)
      und man sollte dann auch dazu stehen.

      *Wie werden rechtsextremistische Geschichtslehrer die ungarische Geschichte lehren*

      Ich würde mal sagen:
      Genau so, wie Sie meinen, dass sie lehren werden.
      Demzufolge müsste man aber im Umkehrschluss davon ausgehen, dass ich -nachdem man mich mit Marxismus -Leninismus (und dergleichen anderer netten Dinge) gequält hat,den ganzen Tag im Blauhemd vorm PC sitze und die Internationale träller..???

  21. Was denn, dass die Konsum- und Spassgesellschaft am Ende ist und andere Lebensstrategien kommen werden? Ich denke, das eine stimmt, und das andere wäre gut.

  22. Kullancs, wollen sie wirklich behaupten, dass die Jahrzehnte kommunistischer Herrschaft keine tiefen Spuren in Ungarn gelassen hat, dass viele Ungarn in ihrer Denkweise da beeinflußt wurden, nur weil Sie nicht im Blauhemd vorm PC sitzen und die Internationale trällern?

    • @Werter Herr Pfeifer,
      ich glaube Ihre Frage war (und nehmen wir mal als Tatsache an ), dass es
      nur rechtsextreme Geschichtslehrer geben wird.

      *Wie werden rechtsextremistische Geschichtslehrer die ungarische Geschichte lehren?*
      Da ist mir schon klar, dass die Lehrer im Sinne ihrer Ausbildung unterrichten werden.

      Allerdings finde ich es (mit Verlaub gesagt ) etwas weit hergeholt, dass
      dann n u r Rechtextremisten die Schule verlassen werden.
      Nach Ihrer Theorie hätte es in der ehemaligen DDR nur Gysis und Wagenknechts geben müssen und hurra, der Sozialismus hätte gesiegt.
      Wäre natürlich ein klarer Vorteil, man müsste sich jetzt um Ungarn keine Sorgen machen und alle Diskussionen wären hinfällig…, oder?

      Irgendwie werd ich das dumme Gefühl nicht los, das manch einem mündigen Bürger die Fähigkeit zum „Selberdenken“ abgesprochen wird.

  23. Kullancs, Sie haben Recht. natürlich wird nicht jeder ungarischer Schüler automatisch zum Rechtsextremisten, weil sein Lehrer einer ist. Das habe ich ja auch nicht behauptet.
    Aber Rechtsextremismus ist leider an ungarischen Hochschulen weit verbreitet.
    Ich spreche natürlich nicht die Fähigkeit zum „Selberdenken“ ab, es kommt auf die Schule an. Ein Land, das nicht reich an Bodenschätzen ist, kann aber nur vorwärtskommen, wenn es seiner Jugend eine gute Ausbildung gewährt. Und da gibt es in Ungarn große Probleme. Die Pflicht zum Schulbesuch wurde um ein Jahr verkürzt und es wird ein antiquiertes Schulmodell eingeführt.

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